Nachsorge bei Alkoholtherapie

Die Hilfsangebote habe sich in den letzten Jahren sehr verändert. Gerade was die Zeitdauer betrifft, sind die Zeiten von Langzeittherapien oft sehr verkürzt wurden. Dafür wird es sicher plausible Gründen geben, wenn die Dauer einer Alkoholtherapie verändert wurde.
Die Sozialsysteme sind zum einen sehr überlastet und auch die Kapazitäten der Therapieeinrichtungen sind begrenzt. Auf der anderen Seite hat der Stellenwert des Alkohols und auch anderer Suchtmittel einen sehr hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft und immer mehr Menschen suchen Hilfe wegen einer möglichen oder schon bestehenden Suchtmittelerkrankung.

Nachsorge nach der Therapie immer wichtiger

Betroffene einer Suchtmittelerkrankung brauchen daher immer öfter eine Nachsorge bei einer Alkoholtherapie, die sie weiter festigen und stabilisieren kann. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Nachsorge, die auch ambulant oder stationär vollzogen werden kann. Nicht jede Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine solche Nachsorge-Maßnahme, aber oft kann sie auch privat, als selbst finanziert werden.

Nachsorge durch einen Psychologen in Form von einer Psychotherapie

Ein häufiger Weg, nach einer eigentlichen Therapie, ist die Nachsorge durch einen Psychologen, wo eine Psychotherapie durch ausgebildete Suchtpsychologen stattfindet. Meist erfolgt diese Nachsorge ambulant, wo der oder die Betroffene in regelmäßigen Abständen, aber über einen längeren Zeitraum, Gespräche mit dem Psychologen führt. Dort können weitreichende Behandlungsansätze gefunden werden, die dauerhafte Abstinenz ermöglichen können.
Sehr hilfreich kann hier sein, aus dem stationären Therapieaufenthalt noch weiter Ansprechpartner zu haben und nicht alleine gelassen zu werden.

Nachsorge in stationären Nachsorge-Einrichtungen

Es gibt allerdings auch die stationäre Nachsorge, wo eine weitere Unterbringung nötig, möglich und vor allem sinnvoll ist. Das kann Gründe haben, die auf eine Wohnungslosigkeit hinauslaufen oder auch, weil der oder die Betroffene einfach noch nicht stabil genug in ihrer Nüchternheit ist. Auch das soziale und familiäre Umfeld kann ein Faktor sein, eine stationäre Nachsorge-Einrichtung als weitere Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft reicht eine einfache Alkoholtherapie nicht aus.

Das Erlernen eines nüchternen und des völlig suchtmittelfreies Lebens ist oft nicht in ein paar Wochen oder Monaten möglich. Bedingt durch jahrelangen, wenn nicht sogar über Jahrzehnte bedingter Konsum von Alkohol und anderer Drogen, braucht es seine Zeit bis zur geistigen und körperlichen Distanz zu diesen Suchtmitteln.

Eine Nachsorge ist also eine weitreichende Hilfe für alkoholkranke Menschen, die hilft, die eigene Abstinenz zu stabilisieren, um dann wieder ein selbstbestimmtes Leben ohne Suchtmittel führen zu können.