Ein sicherer Alkoholentzug

Bei der Alkoholsucht handelt es sich um eine Krankheit und deshalb sollte auch immer ein Arzt für einen sicheren Alkoholentzug hinzu gezogen werden. Ein Alkoholentzug kann stationär und bei gewissen Voraussetzungen auch ambulant in Begleitung eines Arztes gemacht werden.

Immer einen Arzt zum Alkoholentzug hinzuziehen

Ein Alkoholentzug kann eine sehr gefährliche Angelegenheit sein und sollte daher immer von einem Arzt begleitet werden. Durch den regelmäßigen Alkoholkonsum haben sich der Kreislauf und der Organismus an die regelmäßige Zufuhr von diesem Gift gewöhnt. Wenn ein Betroffener nun plötzlich diese Droge Alkohol absetzt, kann es zu gravierenden Entzugserscheinungen kommen, die auch lebensgefährlich sein können. Die Art und Weise von solchen Entzugserscheinungen sind sehr unterschiedlich. Es können Unruhe, Herz-Kreislaufprobleme, Magenprobleme, Appetitlosigkeit, allgemeines Unbehagen oder auch organische Fehlfunktionen auftreten.

Es gibt verschiedene Varianten des Alkoholentzuges:

– Ambulanter Alkoholentzug
– Teilstationärer Alkoholentzug
– Stationärer Alkoholentzug

Zwei der schwersten Arten von Entzugserscheinungen sind der Krampfanfall und das Delirium.

Krampfanfall während eines Alkoholentzuges

So ein Krampfanfall wird von dem im Entzug befindlichen alkoholkranken Menschen selbst im Vorfeld nicht immer bemerkt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es sich wie eine Art Schwindelgefühl anfühlt und Ohnmachtsanfälle gleichkommen können. Während des Krampfanfalls bei einem Alkoholentzug bekommt der oder die Betroffene selbst nichts mit und es gleicht für andere Menschen einem epileptischen Anfall. Dabei erbricht der oder die Anfällige sehr oft. An diesem dann Erbrochenen oder auch an der eigenen Zunge kann man dann einen Erstickungstod erliegen.

Delirium während eines Alkoholentzuges

Bei einem Delirium nimmt der oder die Betroffene die Welt mit anderen Augen wahr und befindet sich in einer Art Scheinwelt. Auch hier habe ich leider eigene Erfahrungen mit Delirien machen müssen, die aber gut ausgegangen sind. So ein Delirium während eines Alkoholentzuges verändert die Gefühle, die geistige und körperliche Wahrnehmung. Manchmal sieht man sich in einem Bedrohungszustand oder auch Angstzustand, in dem man dann nicht mehr Herr seiner Handlungen ist. So ein Delirium kann tödlich enden, denn die unkontrollierten Handlungen können zu einem Suizidversuch, zu tödlichen Unfällen führen. Auch ist die Gefahr groß, an nachhaltigen körperlichen und vor allem geistigen Folgeerkrankungen zu leiden, wenn solche Delirien nicht sofort erkannt und von einem Arzt behandelt werden.

Wie oben schon beschrieben, kann ein Alkoholentzug ambulant, stationär oder auch teilstationär gemacht werden. Auf jeden Fall ist die Begleitung eines Arztes immer sehr wichtig.

Ambulanter Alkoholentzug

Bei einem ambulanten Alkoholentzug wird man zu Hause bleiben können und sein normales Leben weiter führen können. In manchen Fällen wird man vom Arzt krankgeschrieben, wenn es zu leichten Entzugserscheinungen kommen kann. Jeden Tag oder nach Rat des Arztes, besucht man die Sprechstunde und wird somit vom Arzt beim Entzug begleitet. Auch eine medikamentöse Maßnahme ist möglich.

Teilstationärer Alkoholentzug

Bei einem teilstationären Alkoholentzug handelt es meist um eine Art Tagesklinik, wo sich die oder der Betroffene während der körperlichen Alkoholentzuges tagsüber aufhält. Dort sind die Betroffenen unter ärztliche Aufsicht und werden in eine Form der Therapiemaßnahme eingebunden und können den Kontakt mit anderen Patienten pflegen. Auch hier ist eine medikamentöse Begleitung möglich.

Stationärer Alkoholentzug

Oft rät der behandelnde Arzt zu einem stationären Alkoholentzug, weil er an Hand von Untersuchungen schlimme Entzugserscheinungen befürchtet. Diesen Rat sollte man dann auch befolgen, denn Ärzte haben ihre Erfahrungen und kennen sich in den allermeisten Fällen mit der Alkoholkrankheit aus.
Bei einem solchen stationären Entzug begibt man sich in eine Klinik und verbringt dort so ca. eine bis drei Wochen. Die Länge des stationären Aufenthaltes in der Klinik hängt von dem gesundheitlichen Gesamtzustand des Patienten ab und wird vom Arzt entschieden.
Neben einer auch in der Klinik möglichen medikamentösen Behandlung, ist man rund um die Uhr unter Beobachtung, so dass bei plötzlich schwerwiegenden auftretenden Entzugserscheinungen sofort Hilfe zur Stelle ist.
Während des stationären Aufenthaltes kann man oft psychologische Gespräche in Anspruch nehmen, an Gruppengesprächen teilnehmen und sich mit den anderen Patienten austauschen.